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Araukarie / Lochstein

Chilenische Araukarie (Araucaria araucana)

Viele Namen hat dieser imposante Baum: Chiletanne, Chilenische Schmucktanne, Andentanne, Schuppentanne, Schlangenbaum, Affenbaum, Affenschwanzbaum, Monkey Puzzle Tree. Es handelt sich um eine Araukarie, eine aus Südamerika stammende immergrüne Nadelbaumart. Sie kann ca. 50 m hoch und an die 2.000 Jahre alt werden. Typisch sind die derben, schuppenartig angeordneten und mitunter sehr spitzen Blätter. Die bis zu 17 cm großen Zapfen brauchen 3 Jahre, bis sie reif sind. Die essbaren Samen sind reich an Stärke und Öl.

Der Baum war einst Bestandteil ausgedehnter Wälder in den Anden und wurde dort durch Übernutzung stark dezimiert. Heute ist er durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt; der Handel mit Araukarien ist verboten. Nach Europa ist er vermutlich durch den britischen Schiffsarzt Archibald Menzies gelangt, der Ende des 18. Jahrhunderts die schmackhaften Samen von einer Forschungsreise mitbrachte. Bei uns im Rheinland findet man ihn recht häufig in Gärten und Parks.

 

Lochstein

Etwas versteckt neben der Araukarie liegt ein eigenartiger durchlöcherter Stein. Er wurde im Braunkohlentagebau südlich von Mönchengladbach gefunden und wurde vom damaligen Betreiber Rheinbraun hierhergebracht. Es handelt sich um sogenannten Braunkohlenquarzit, der auch Lochquarzit oder Lochstein genannt wird, da er von Röhren durchzogen wird. Er ist zur gleichen Zeit wie die Braunkohle entstanden, nämlich im Tertiär (Zeitraum zwischen 2,4 bis 65 Mio. Jahren vor heute).

Damals herrschte ein tropisches Klima mit hohen Temperaturen und Niederschlagsmengen, bei dem in sandigen Böden Kieselsäure gebildet wurde, die durch das Niederschlagswasser in tiefere Bodenschichten versickerte und dort ausgefällt wurde. Dabei verkittet diese Kieselsäure das sandige Material zu einem festen Stein. War der Boden von Pflanzenwurzeln durchzogen, die später abstarben und sich zersetzten, blieben in dem verfestigten Material die Wurzelgänge erhalten. Sie bilden heute das Röhrensystem in diesem Steinblock. Manchmal kann man auf den Innenseiten der Röhren noch die Oberflächenstruktur der ehemaligen Wurzeln erkennen.

Chilenische Araukarie

Die Chilenische Araukarie ist ein immer grüner Nadelbaum.
Sie kommt aus Südamerika.
Der Baum hat viele Namen.
Zum Beispiel Chiletanne oder Affenbaum.

Er kann sehr groß und sehr alt werden.
Er wird bis zu 50 Meter hoch.
Er kann fast 2.000 Jahre alt werden.

Seine Blätter sind hart und spitz.
Sie sehen aus wie Schuppen.
Die Zapfen des Baumes sind sehr groß.
Sie brauchen 3 Jahre, bis sie reif sind.
Die Samen kann man essen.
Sie enthalten viel Stärke und Öl.

Früher gab es viele dieser Bäume in den Anden.
Dort wurden aber zu viele gefällt.
Heute ist der Baum geschützt.
Mit ihm darf nicht gehandelt werden.

Nach Europa kam der Baum vor langer Zeit.
Ein britischer Schiffsarzt brachte seine Samen mit.

Im Rheinland sieht man diesen Baum oft in Gärten und Parks.

 

Der Lochstein

Neben der Araukarie liegt ein besonderer Stein.
Er ist etwas versteckt.

Der Stein wurde im Braunkohletagebau gefunden.
Das ist südlich von Mönchengladbach.
Später wurde er hierhergebracht.

Der Stein heißt Braunkohlenquarzit.
Man nennt ihn auch Lochstein.
Denn der Stein hat viele kleine Röhren und Löcher.

Der Stein ist sehr alt.
Er entstand in derselben Zeit wie die Braunkohle.
Damals war das Klima hier ganz anders.
Es war warm und feucht.

Im Boden gab es viel Sand.
Dort bildete sich Kieselsäure.
Sie sickerte mit dem Regen in tiefere Bodenschichten.
Dort machte sie den Sand fest und hart.
So entstand der Stein.

Im Boden waren damals auch Wurzeln von Pflanzen.
Später starben sie ab und verrotteten.
Dabei blieben kleine Gänge im Stein zurück.
Diese Gänge sieht man heute noch.

So entstanden die vielen Röhren in dem Lochstein.